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Fachbegriffe A-Z

Dieses Fachbegriffe A-Z wird laufend erweitert. Sollten Sie eine Erklärung zu einem im Shop verwendeten Fachbegriff hier nicht finden, freuen wir uns über eine Rückmeldung, dann werden wir diesen so rasch wie möglich ergänzen!

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ABS Kunststoff

Acrylnitril-Butadien-Styrol ist sehr hart und schlagfest - unter Umständen auch spröde. Wird zum Beispiel bei bruchfesten Kunststoffheringen eingesetzt.

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Apsis, Apsiden

Als Apsis bezeichnet man den Vorraum, der durch das Abspannen des Außenzeltes am Ende des Zeltes entsteht. Häufig besitzt ein Zelt zwei Apsiden. Man kann sie zur Aufbewahrung von Gepäck nutzen.

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Baumwollgewebe

Vorteil: atmungsaktiv, nimmt Regenwasser auf, ohne dass es durchtropft (solange nichts von innen gegen das Material kommt), bei entsprechender Pflege langlebig, kann nachimprägniert werden, angenehmes Zeltklima.
Nachteil: schwer (125 bis 685 g/m²), im nassen Zustand deutlich schwerer, trocknet langsam, kann verrotten und ist nicht so reißfest wie synthetische Gewebe (natürlich in Abhängigkeit der Gewebestärke).
Mischgewebe (Polycotton) gleicht diese Nachteile aus (Reißfestigkeit höher als reine Baumwolle, Gewicht niedriger als reine Baumwolle).
Baumwolle bzw. Mischgewebe sind nicht beschichtet (ggf. imprägniert), während Nylon- und Polyestergewebe immer beschichtet sein müssen, um regen-/wasserdicht zu sein. Baumwolle quillt durch Feuchtigkeit auf, die Zwischenräume im Gewebe schließen sich, und das Material wird auf diesem Weg regendicht.
Baumwollgewebe kann nachimprägniert werden, während sich die Beschichtung von Polyester- oder Nylongeweben im Laufe der Zeit abnutzt und nur unter vergleichsweise großem Aufwand erneuert werden kann. Imprägniersprays o.ä. verbessern auf Kunststoffen lediglich den Abperleffekt. Baumwolle ist Kunstfasern gegenüber UV-stabiler, d.h. wer seine Basis irgendwo im Süden aufschlägt und das Zelt länger unter starker Sonneneinstrahlung stehen lässt, ist mit Baumwolle deutlich im Vorteil. Zudem herrscht in einem Baumwollzelt bei Hitze ein wesentlich angenehmeres Klima als in den beschichteten Kunststoffzelten.

Aufgrund der langen Tradition der Baumwollzelte, kommen hier auch andere Zeltformen zum Einsatz. Häufig sind Beispielsweise Haus-, Rund- und Pyramidenzelte. Sonderformen stellen Kohten, Jurten und Tipis dar, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Im Onlineshop sind (fast) keine Baumwollzelte zu finden, da diese Zelte direkt vom jeweiligen Hersteller zum Kunden geschickt werden und die Lieferbarkeit stark schwankend ist. Unser komplettes Baumwollzeltangebot präsentieren wir auf Zeltstadt.at.

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Beschichtung

Polyester- bzw. Nylongewebe (Polyamidgewebe) müssen beschichtet werden, damit sie wasserdicht sind.

Polyurethan (PU): Hochwertige und flexible Beschichtung, die eine hohe Dichte erreicht und daher besonders für Zeltböden geeignet ist. Auf Grund der Möglichkeit der Nahtverklebung (siehe Nähte) häufig (bei günstigeren Zelten) auch im Außenzeltbereich eingesetzt.
Silikon (SI): Sehr hochwertige, elastische und langlebige Beschichtung, erhöht im Gegensatz zu anderen Beschichtungsarten die Reißfestigkeit und UV-Stabilität des Materials. Silikonisiertes Polyamidmaterial ist sehr leicht, hat extrem gute Weiterreißeigenschaften, exzellentes Abperlverhalten (Spray Value 5) und ist sehr UV-beständig. Als Richtwert gilt, silikonisiertes Material hält etwa 3mal länger als PU-beschichtetes PES-Material.
Baumwolle bzw. Technische Baumwolle sind nicht beschichtet, da das Material bei Regen aufquillt und so abdichtet. Die Imprägnierung der Baumwolle sorgt für die Verstärkung dieses Effektes und der Haltbarkeit des Stoffes.

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Denier (D bzw. tex oder dtex)

Eine Einheit: Den (oder D bzw. tex oder dtex) steht für Denier und gibt die Garnfeinheit an. Je niedriger die Zahl, desto feiner das Garn. Folglich ist 1000er aus stärkerem Garn als 500er Gewebe und hat eine gröbere Struktur. Veranschaulicht: Während für Rucksäcke 500er oder 1000er Stärken verwendet werden, haben Damenstrumpfhosen ca. 15D. Gewebe mit hoher D-Zahl wirken rauer als solche mit niedriger D-Zahl.

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Geodät

Geodäten sind Kuppelzelten sehr ähnlich. Sie sind ebenfalls eine selbsttragende Konstruktion, bieten aber eine deutlich gesteigerte Stabilität. Erreicht wird das durch zusätzliche Gestängebögen, die sich mehrmals kreuzen. Geodäten werden üblicherweise für alpine Expeditionen verwendet, wo die Zelte sehr hohen Windstärken standhalten müssen und mit großen Schneelasten zu rechnen ist.

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Gestänge

Fiberglas ist ein Epoxydharz und besteht aus langfaserigen Kunstfasern. Die Fiberglasstangen sind hohl und werden durch einen Gummi verbunden. Verbindungshülsen aus Aluminium machen Fiberglasgestänge an den Verbindungen dicker und erschweren das Einfädeln bei Zelten mit Gestängekanälen. Insgesamt sind Glasfiberstangen vergleichsweise bruchempfindlich. Sie splittern leicht und sind nicht so sturmstabil wie Aluminium- oder Karbongestänge. Ummantelungen aus Duratec (Outwell) verbessern die Eigenschaften, Fiberglas ist jedoch im Stangenbereich das schwerste Material.

Stahlgestänge werden im Familienzeltbereich eingesetzt, vor allem dort, wo robustere Baumwoll- oder Baumwollmischgewebe verwendet werden. Außerdem sind stabile Aufstellstangen (z.B. für Tarps) meistens aus Stahl gefertigt. Stahlstangen sind schwerer und daher nicht für den Trekkingbereich geeignet.

Aluminium wird sowohl für Gestängebögen als auch für Aufstellstangen verwendet. Sie sind leichter, steifer und stabiler als Fiberglas. Die Verbindungshülsen liegen innen, damit ist die Außenfläche glatt und „läuft“ perfekt in den Gestängekanälen. Bei kleineren Bögen mit engem Radius sind die Einzelsegmente vorgebogen, um die Bruchgefahr zu verringern. Aluminiumgestänge gibt es in sehr unterschiedlichen Qualitäten und Ausführungen. Die Nummerierung z.B. 7075 bezeichnet die Art der Legierung (relevant für Festigkeit und Steifigkeit), bzw. T9 die Art der Wärmebehandlung (Elastizität); die Skala reicht von T1 bis T10. In Korea gefertigte Gestänge (7001 T6) sind, wie die Gestänge europäischer Hersteller (7075 T6), von guter Qualität, die für viele Einsatzbereiche absolut ausreichend ist. Sehr hoch im Kurs steht Easton Alloy 7075 T9 und Featherlite 7001 T6. Während Easton sich durchs Material auszeichnet, bietet Featherlite hülsenlose Übergänge zwischen den Segmenten. Durch diese Technik wird es möglich, dass Gestängesegmente unterschiedlicher Dimension verbunden und somit Steilheit der Seitenwände und Kopffreiheit gesteuert werden können.

2017 neu auf dem Markt ist das sogenannte Syclone-Gestänge von Easton Alloy. Das Gestänge wird aus einem Aluminium-Carbon-Verbundwerkstoff gefertigt und verbindet die besten Eigenschaften von Aluminium und Carbon. Eingesetzt wird es zum Beispiel im Zelt Access 2 von MSR.

Carbon: Extreme Robustheit, Kälte- und Hitzebeständigkeit und bis zu 30% Gewichtsersparnis machen diese Gestänge zu den hochwertigsten am Markt.

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Hering

Heringe werden zum Abspannen und Fixieren von Zelten verwendet. Damit das Zelt auch bei Sturm am Boden bleibt, ist es wichtig den zum Zelt und zum Untergrund passenden Hering zu verwenden. Je größer ein Zelt, umso stärker muss selbstverständlich auch der Hering sein. Beim Untergrund ist es dann nicht mehr so einfach: Sand und Schnee benötigen Heringe mit möglichst großer Widerstandsfläche (z.B. den Sandhering Extra oder den Zeltanker für Schnee und Sand). Für die Wiese empfehlen sich Kunststoffheringe, da sich diese besonders in feuchten Böden richtig fest saugen können. Für steinigen Untergrund sind stabile Heringe aus Stahl die beste Wahl. Kommt es auf's Gewicht und das Packmaß an, werden Heringe aus Aluminium interessant.
Fels- und Zeltnägel sind zum Abspannen ungeeignet, da sie sich in der Erde verdrehen können. Sie eignen sich vor allem zum Fixieren von Zeltböden und Bodenplanen.

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Imprägnierung

Die Imprägnierung sorgt nicht nur dafür, dass das Zelt wasserdicht bleibt, sondern hält auch die Gewebefasern geschmeidig und sorgt auf diese Weise für eine lange Lebensdauer des Zeltes. Ein neues Zelt weist eine Grundimprägnierung auf, die regelmäßig erneuert gehört. Der größte Feind der Imprägnierung ist die UV-Strahlung. Je länger das Zelt dem Sonnenlicht ausgesetzt ist, desto öfter sollte es nachimprägniert werden. Wird das Zelt also in mediterranen Gebieten und das für mehrere Wochen oder gar Monate im Jahr verwendet, dann sollte es auch ab dem zweiten Jahr jährlich nachimprägniert werden. Ist das Zelt nur an ein paar kurzen Wochenenden (z.B. auf Festivals) in gemäßigteren Breiten im Einsatz, genügt eine seltenere Imprägnierung. Mindestens aber alle drei bis vier Jahre. Eine Faustregel gibt es noch: Perlt das Wasser nicht an der Oberfläche ab, sondern saugt sich das Gewebe mit Wasser an, sollte auf jeden Fall nachimprägniert werden! Für Polyestergewebe empfehlen wir das Produkt Nikwax Tent & Gear Solar Proof und für Baumwoll- und Mischgewebe Nikwax Cotton Proof.

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Kuppelzelt

Kuppelzelte gehören zu den am weitesten verbreiteten Zeltformen. Ihr großer Vorteil liegt in der selbsttragenden Konstruktion. Lediglich zwei Gestängebogen kreuzen einander in der Mitte und spannen das Zelt auf. Kuppelzelte verfügen über eine hohe Eigenstabilität. Ein Abspannen des Zeltes ist grundsätzlich nicht nötig, empfiehlt sich aber, um die Stabilität weiter zu erhöhen. In den meisten Fällen werden diese Zelte durch Abspannungen oder zusätzliche Gestängebogen um Apsiden ergänzt. Kuppelzelte bauen auf einer geringeren Grundfläche auf als vergleichbare Tunnelzelte und benötigen weniger Heringe. Sie eignen sich daher besonders gut für felsige und bergige Regionen. Das Innenzelt kann bei warmem Wetter allein aufgestellt werden und bietet dann einen luftigen, mückenfreien Schlafplatz. Kuppelzelte sind meist geringfügig schwerer als ein Tunnelzelt mit gleichem Platzangebot.

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Lavvu

Das Lavvu stammt aus dem skandinavischen Norden. Die Zeltform ähnelt stark einem Tipi, wird aber deutlich niedriger gebaut und ist somit weniger windanfällig. Bei modernen Lavvus wird die Windstabilität durch diverse Abspannungen noch zusätzlich erhöht. Der große Vorteil von Lavvus liegt in der Form, die es ermöglicht einen Ofen in der Mitte des Zeltes zu platzieren und einen Rauchfang durch die Zeltspitze zu legen.

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Musterzelt

Nach der Zeltschau gibt es jedes Jahr alle noch nicht direkt vor Ort verkauften, nur drei Tage ausgestellten Musterzelte bis zu -25% vergünstigt! Originalheringe sind (meist) unbenutzt, zur Bodenschonung legen wir unter alle Musterzelte eigene Planen. Alle Musterzelte wurden kontrolliert und sind in einem TOP-Zustand! Selbstverständlich gibt es auch bei den Musterzelten die gesetzliche Gewährleistung und ggf. Garantie des Herstellers, lediglich Reklamationen wegen Verschmutzung sind nicht möglich.
Eine Übersicht über alle aktuell verfügbaren Musterzelte gibt es auf unserer Musterzeltseite

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Nylon / Polyamid

Nylon ist ein genereller Sammelbegriff für Polyamide und hat von allen gängigen Textilfasern die höchste Reiß- und Scheuerfestigkeit. Als Außenzeltmaterial wird Nylon gerne verarbeitet, denn es ist sehr leicht (60 bis 70 g/ m²), hat eine sehr hohe Reiß- und Scheuerfestigkeit und es verrottet nicht. Nachteil: Das Material dehnt sich bei Nässe aus (Nachspannen erforderlich) und ist UV-empfindlich. Als Sonderformen sind RipStop-Nylon und Supplex Nylon bekannt. Supplex bedeutet u.a. geschmeidig und das verdeutlicht schon den Unterschied zu herkömmlichem Nylongewebe. Weil das Garn für SN aus endlos vielen winzigen Fasern besteht, ergibt sich der ganz eigene Charakter; angeraut und sehr komfortabel.

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Outtex

Outwell-Exklusive Außenzeltmaterialien. Outtex Airtech bezeichnet eine Mischung aus Baumwolle und Polyester, Outtex 6000 (bzw. 5000, 4000, 3000) sind Polyester-Gewebe mit 6000mm (bzw. 5000, 4000, 3000mm) Wassersäule.

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Outwell Luftzeltsysteme

Outwell Rigid Air Tube System: einzelne Luftschäuche werden über leicht zugängliche Außenventile separat aufgeblasen.

Outwell Advanced Air Tube System: Die Schläuche sind mit Absperrventilen versehen und mit einem oben im Zelt verlaufenden horizontalen Schlauch miteinander verbunden. One Go Inflation Technologie: Superschnelles Aufblasen durch miteinander verbundene Luftschläuche - ein Ventil zum Einlassen, mehrere Ventile zum Auslassen.

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Polyester

Polyester ist eine starker, reißfester und scheuerfester Kunststoff und ist das am häufigsten verwendete Material für Zeltgewebe. Charakteristisch für Polyester ist die geringe Wasseraufnahme und das leichte Gewicht. Übertroffen wird Polyester in diesen Punkten nur von Polyamid, das aber deutlich teurer ist. In Kombination mit Baumwollfasern wird Polyester atmungsaktiv.

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Polyethylen

Polyethylen ist von niedrigerer Festigkeit, Härte und Steifigkeit, besitzt jedoch eine hohe Dehnbarkeit und Zugfestigkeit im Vergleich zu Polyester. Der Vorteil von Polyethylen liegt im Gewicht: Es ist etwa 25% leichter als Polyester und somit schwimmfähig. Aufgrund dieser Eigenschaften findet Polyethylen vorallem in der Seiltechnik (Seile, Gurte, Kletterausrüstung) Anwendung.

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Polypropylen

Polypropylen ähnelt in seinen Eigenschaften Polyethylen, ist jedoch etwas härter und wärmebeständiger und wird daher auch ähnlich eingesetzt (Seile, Kunststoffteile wie Clips, Spanner, etc.).

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RipStop-Gewebe

Um die Reißfestigkeit zu erhöhen (während dabei das Gewicht in etwa konstant bleibt) und die Nässedehnung zu minimieren, sind ca. alle 5 mm extra starke Schuss- und Kettfäden eingewebt. Die Technik ist unabhängig vom Ausgangsmaterial und wird daher sowohl bei Geweben aus Polyester und technischer Baumwolle als auch bei Polyamidgeweben angewandt. RipStop-Gewebe werden auch häufig bei Rucksäcken und ähnlich vielseitig strapazierten Gegenständen eingesetzt.

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R-Wert

Der R-Wert gibt den Wärmedurchgangswiderstand eines Materials an. Angegeben wir er daher oft bei Produkten, deren Isolationsleistung relevant ist, wie beispielsweise Unterlagsmatten. Je höher der R-Wert eines Materials, umso besser ist die Isolationsleistung und dementsprechend geeigneter ist das Produkt für kalte Bedingungen. Typische R-Werte liegen im Bereich von 1-5 für (ultra)Leichtmatten und 4-10 für Komfortmatten.

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Schwarzzelte

Unter dem Begriff Schwarzzelte werden alle Formen von Kohten und Jurten zusammengefasst. Die Kohten stammen, wie auch das Lavvu, aus Lappland und ihr Ursprung ist wahrscheinlich in der Nomadenkultur der nördlichen Indianer zu suchen. Darauf deutet die Größe hin (Kleingruppen- und Familienzelte), aber auch die steile Seitenwandneigung (Schnee kann abrutschen). Das ursprüngliche Zeltmaterial war sehr wahrscheinlich Leder oder Fell, was typisch für nomadisierende Jäger ist.

Jurten kommen aus den asiatischen Kulturen. Im alten turkmenischen Sprachgebrauch heißt "Jurte" nichts anderes als "Wohnung". Der wesentlichste Unterschied zu den Kohten ist die Zeltgröße. Entsprechend der turkmenisch-kirgisischen und afghanischen Tradition, mehr in Sippenverbänden als in Familieneinheiten zusammenzuleben, sind Jurten größer und geräumiger. Die Zeltwände sind hoch und senkrecht, die Dächer sehr flach. Das Zeltmaterial war in früheren Zeiten Filz (auch ein Hinweis auf das Hirtendasein der alten Kirgisen und Afghanen).

Gemeinsam haben Kohten und Jurten aber die an sie gestellten Forderungen: Sie müssen möglichst geräumig, leicht aufstellbar und leicht zu verpacken sein und - man muss ein Feuer im Inneren entfachen können!

Der Vorteil dieses Grundprinzips liegt in der extrem großen Variabilität der Baumöglichkeiten. Das ist gerade für die vielen Jugendgruppen wichtig, die mit Kohten und Jurten wahre Zeltburgen erstellen. Kurz: Vom relativ kleinen Unterkunftszelt bis zum überdimensionalen Versammlungszelt ist alles machbar. Heute werden Kohten und Jurten fast ausschließlich aus Baumwolle gefertigt. Unser komplettes Baumwollzeltangebot präsentieren wir auf Zeltstadt.at.

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Tipi

Das Wort "Tipi" bedeutet "Unterkunft". Durch die Möglichkeit ein Feuer im Zelt zu machen, war das Tipi für die Indianer Unterkunft im Sommer und im Winter. Die Höhe des Zeltes und die verstellbaren Rauch- oder Luftklappen gewährleisten einen guten Rauchabzug. Eine halbhohe Innenwand, das Lining, bietet zusätzlichen Schutz gegen Kälte und Windzug vom Boden und verstärkt den Kamineffekt für einen guten Rauchabzug. Der Schnitt berücksichtigt auch die Grundeigenschaften eines indianischen Zeltes: Die hintere Seite ist steiler als die vordere, wodurch eine optimale Raumausnutzung, Stabilität und Optik erzielt wird. Heute werden Tipis fast ausschließlich aus Baumwolle gefertigt. Unser komplettes Baumwollzeltangebot präsentieren wir auf Zeltstadt.at.

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Tunnelzelt

Tunnelzelte werden von mindestens zwei parallel aufgespannten Gestängebögen getragen. Diese müssen in Längsrichtung abgespannt werden. Von allen Zeltformen bieten sie die beste Raumausnutzung. Im Verhältnis zur Größe sind Tunnelzelte relativ leicht. Innen- und Außenzelt sind miteinander gekoppelt, was einen sehr schnellen Aufbau ermöglicht. Tunnelzelte sind erste Wahl in Regionen mit schlechtem oder unbeständigem Wetter. Richtig aufgebaut (mit der Schmalseite zum Wind) sind Tunnelzelte sehr windstabil.

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Technische Baumwolle / AIR-Gewebe / Breathable Technical Cotton

Als technische Baumwolle werden Mischgewebe aus Baumwolle und Polyester verstanden. Das Verhältnis ist entweder 65% Baumwolle, 35% Polyester, 50%/50% oder 35% Baumwolle/65% Polyester. Je nach diesem Verhältnis sind die Eigenschaften ein wenig anders. Generell vereinen jedoch die Mischgewebe (Polycotton) die Vorteile der Baumwolle (Atmungsaktivität) mit denen des Polyester (Gewicht niedriger, raschere Trockungszeit) und haben eine höhere Reißfestigkeit als reine Baumwolle.
Technische Baumwolle der neuesten Generation ist nicht beschichtet (Bezeichnung "AIR" oder BTC (Breathable Technical Cotton)), während Nylon- und Polyestergewebe immer beschichtet sein müssen, um regen-/wasserdicht zu sein. Technische Baumwolle quillt wie reine Baumwolle durch Feuchtigkeit auf, die Zwischenräume im Gewebe schließen sich, und das Material wird auf diesem Weg regendicht.
Die oben genannten Vorteile der Baumwolle (UV-stabiler, besseres Klima) gelten auch für die Mischgewebeformen, da bereits ein Baumwollanteil von 35% für einen stoffähnlichen Griff sorgt und das Rascheln des Polyesters zum Verschwinden bringt.

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Wassersäule (WS)

Die Wassersäule gibt die Intensität einer Beschichtung eines Zeltes wieder. Bei Zelthäuten aus Polyamid (Nylon) oder Polyester würde ohne eine entsprechende Beschichtung (z.B. mit Polyurethan, Silikon) Regenwasser wie in einer Tropfsteinhöhle ins Innenzelt tropfen. 1.000mm Wassersäule bedeutet, dass auf einer Fläche eines Quadrats mit 1cm Seitenlänge ein 1000mm (=1m) hoher, gefüllter Wasserzylinder stehen könnte, bevor es durchtropft. Der Oberstoff eines Zelts gilt (lt. DIN) ab einem Wert von 1.500mm und Zeltböden ab 2.000mm als wasserdicht. Der Zeltboden verfügt bei guten Zelten jedoch über eine höhere Dichtigkeit (bis zu 10.000 mm), um auch bei einer punktuellen Belastung (z.B. Knien auf dem Boden) wasserdicht zu bleiben. Dennoch hat eine zu hohe Wassersäule auch eine Kehrseite: die chemischen Komponenten der Beschichtung schwächen die Materialfaser des Tuches! Außenzelte der High-End-Linie haben oft eine niedrigere Wassersäule, weil das Material extrem fein gewebt und mehrfach innen und außen mit Silikon beschichtet ist. Die Beschichtung lässt Wassertropfen sofort abperlen, so dass erst gar kein Wasserdruck aufgebaut wird. Das gleiche gilt für spezielle Materialien wie beispielsweise DuraShield. DuraShield™ von MSR ist speziell formuliert, um hohe Wasserdichtigkeit und lange Haltbarkeit zu gewährleisten. In MSR-Tests haben DuraShield™ Beschichtungen eine doppelt so lange Haltbarkeit wie normale PU-Beschichtungen gezeigt. Anders als bei Oberstoffen aus reinen Kunstgeweben verhält es sich mit der Wassersäule bei Baumwoll- oder Mischgeweben: Baumwolle als natürliches Material ist imprägniert um atmungsaktiv zu bleiben. Zudem hat Sie die Eigenschaft, bei Nässe aufzuquellen und dadurch automatisch wasserdicht zu werden. Daher ist die Angabe der Wassersäule bei Baumwollzelten und bei Zelten aus atmungsaktiver unbeschichteter Baumwolle (z.B. BTC = Breathable Technical Cotton oder AIR) nicht relevant!

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Windstärke

Diese wird meist nach der Beaufort-Skala angegeben. Windstärke 9 entspricht dabei etwa 75-85km, Windstärke 10 (Sturm) ca. 89-102km/h. Die Angaben zur Windstabilität sind Richtwerte (und keine Garantien!), da Faktoren wie unterschiedliche Bodenbeschaffenheit, ungeeignete Heringe, Sonne, Regen, Temperaturen, fehlerhafter Aufbau sowie Verschleiß großen Einfluss auf die Eigenschaften haben. Bei starkem Wind das Zelt nicht zu stark spannen!

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Zeltform

Die häufigsten Zeltformen sind zweifelfrei Tunnelzelte, Kuppelzelte und Geodäten, sowie Mischformen aus diesen. Seltener kommen Haus-, Pyramiden- und Rundzelte vor (vor allem bei Baumwollzelten). Spezialformen stellen Tipis, Lavvus, Kohten und Jurten dar.

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