Zeltstadtshop

Mattenberatung

Unsere Vorschläge für die passende Matte für dein Abenteuer:

 

 

Was gibt es schöneres als eine oder mehrere Nächte in de freien Natur zu verbringen? Dabei spielt es keine Rolle, ob man im heißen Sommer am See bzw. am Meer campt oder im Winter am Berg im Zelt bzw. Iglo. Ausschlaggebend für das Wohlbefinden ist aber wie immer die richtige Ausrüstung. Wer schwitzt oder friert wird nicht den Schlaf bekommen, den es braucht um am nächsten Tag wieder die volle Energie für einen erlebnisreichen, aktiven Tag zur Verfügung zu haben. Gerade in kühleren Nächten wird oftmals vergessen, dass auch die Schlafmatte eine enorm wichtige Rolle spielt. Wenn die Matte gut gegen die Kälte vom Boden schützt, kann auch der Schlafsack seine Arbeit zuverlässig erledigen.

Hier sind einige wichtige Punkte, die beim Kauf einer Matte berücksichtigt werden sollten:

 

Was ist der „R-Wert“?

Anders als bei Schlafsäcken findet man bei Matten allerdings keine Temperaturangaben, sondern den sogenannten „R-Wert“.„R“ steht für das englische Wort „resistance“ und meint den Widerstand gegen Kälte, bezeichnet also die Isolationsleistung, beziehungsweise den Wärmerückhalt. Mit diesem Wert wird also gemessen, wie gut die Matte vor dem kalten Boden schützt. Da es verschiedenste Variablen gibt, wie zum Beispiel die Luftfeuchtigkeit, die Bodenbeschaffenheit oder auch die Schlafposition, ist es unmöglich eine genaue Temperaturangabe für Matten zu geben, wie dies bei Schlafsäcken der Fall ist. Deshalb wird, wie eben beschrieben die Isolationsleistung mittels R-Wert angegeben.

Die Auswahl der richtigen Matte in Bezug auf Isolation

Generell gilt, je höher der R-Wert, desto wärmer fühlt sich die Matte an. Bei der Auswahl müssen weitere Faktoren, wie der Untergrund beispielsweise, berücksichtigt werden. Dennoch kann diese Tabelle als ein Richtwert dienen:

Der neue Isolationsstandard für Matten ab 2020

Der R-Wert wird generell zur Messung der Dämmleistung verschiedenster Materialien, wie zum Beispiel auch im Hausbau, verwendet. Für Schlafmatten gab es bislang kein einheitliches Testverfahren. Viele Hersteller haben ihre Werte geschätzt, andere haben eigene Testverfahren entwickelt. So war es enorm schwer Schlafmatten zu vergleichen. Ab der Saison 2020 hat dies jedoch ein Ende, da es ein neues, einheitliches Testverfahren gibt und alle Schlafmatten in Zukunft unter der ASTM F3340-18 getestet und bewertet werden. Die ASTM (American Society for Testing Materials) ist eine internationale Standardisierungsorganisation für Waren und Dienstleistungen. 2016 hat eine Gruppe an marktführenden Mattenherstellern und großen Händlern begonnen ein einheitliches Verfahren für das Testen von Schlafmatten zu erfinden. Therm-a-Rest beispielsweise war schon immer für die Benutzung des R-Werts bei Schlafmatten und war so Teil der ursprünglichen Arbeitsgruppe bei ASTM.

Das neue Testverfahren

Bei der „Standard Testmethode zur Bestimmung des Wärmerückhalts von Campingmatten mithilfe eines Wärmeplatten-Aufbaus“ werden zwei verschiedene Platten verwendet. Zwischen diese Platten wird die zu testende Matte gelegt. Die untere der beiden Platten bleibt während der Prüfung kalt, die obere Platte wird auf eine gleichbleibende Temperatur erwärmt. Am Ende wird gemessen, wie viel Energie benötigt wird, um die obere Platte auf gleicher Temperatur zu halten. Daraus wird dann infolge der R-Wert ermittelt, da sich so Rückschlüsse darauf ergeben, wie gut die Matte die obere Platte gegen die Kälte der unteren abschirmt.

 

 

Die verschiedenen Mattentypen

Es gibt viele verschiedene Campingmatten. Die Isolationsfähigkeit, also der R-Wert, ist meist nur das erste Unterscheidungsmerkmal. Grob eingeteilt gibt es folgende drei Kategorien:

  • Schaumstoff - Isomatten
  • Selbstaufblasende Matten
  • Luftmatten
  • Luftbetten

 

 

Schaumstoff-Isomatten

Sie sind der bekannte Klassiker und Dank der einfachen Bauweise aus geschlossenzelligem Schaumstoff besonders leicht und robust. Sie zwar weniger Komfort und haben ein größeres Packmaß, eignen sich aber vor allem für Touren, wo Unempfindlichkeit und Vielseitigkeit gefragt sind. Diese Matten stört es nicht, wenn man einmal mit Bergschuhen darauf steht oder sie für andere Zwecke beispielsweise zerschneiden muss.

 

 

Selbstaufblasende Matten

Als Erfinder der selbstaufblasenden Matten gilt die Firma Therm-a-Rest, doch mittlerweile gibt es zahlreiche Hersteller, die diese bewährte und beliebte Bauweise bei ihren Matten anwenden. Das Konzept ist einfach: Ein offenzelliger Schaumstoff wird von luftdichtem Außenmaterial umhüllt. Durch das Öffnen eines Ventils können sich die Zellen des Schaumstoffes mit Luft füllen, durch das Schließen des Ventils kann diese nicht mehr entweichen. Beim Zusammenpressen des Schaumstoffs mit offenem Ventil entweicht die Luft wieder und man bekommt die Matte in einen relativ kleinen Packsack. Diese Matten sind zwar anfälliger auf spitze Gegenstände oder Funken, können aber durch selbstklebende Patches recht einfach repariert werden. Diese Matten bieten je nach Ausführung, ein sehr gutes Verhältnis zwischen Wärmeleistung, Komfort, Packmaß und Gewicht:

 

 

Luftmatten

Ganz nach dem bekannten Prinzip der Luftmatratzen wird hier eine luftdichte Hülle in mehreren Kammern aufgeblasen. Die aktuellen Matten dieser Kategorie sind jedoch weit mehr als einfache Luftmatratzen. Durch besonders robuste aber leichte Materialien, sowie einer speziellen Anordnung von Kammern, die mehr Stabilität und Komfort beim Schlafen bringen, sind diese Matten wieder hoch im Trend. Zwar sind diese Matten im Grunde weniger gut isoliert, oft wird jedoch z.B. mit Hilfe einer Art „Thermo-Reflect“ – Beschichtung ein besserer R-Wert erreicht als bei reinen Luftmatratzen. Hinzu kommt, dass bei vielen Matten die einzelnen Kammern mit unterschiedlichen Spezialfasern, leichten Schaumstoffen und/oder Reflexionsschichten zur besseren Isolierung gefüllt sind.

Diese Matten muss man zwar selbstständig aufblasen, dennoch überzeugen sie durch Packmaß, Gewicht, Komfort und mit spezieller Füllung auch durch gute Wärmeleistung.

 

 

Luftbetten

Luftbetten sind einfache Matten mit einer unterschiedlichen Anzahl an Kammern die ausschließlich mit Luft gefüllt werden. Im Schnitt sind diese „Betten“ zwischen 20cm und 50cm hoch und bieten damit den Komfort eines bequemen Bettes. Diese Art von Matten eignen sich für Camper, die ihre Ausrüstung nicht weit tragen müssen, da sie im Vergleich schwerer sind und für das Aufblasen eine Pumpe benötigt wird. Der R-Wert von Luftbetten ist vergleichsweise gering, daher sind sie auch günstiger.

 

 

Die Auswahl der richtigen Matte in Bezug auf den Einsatzbereich

Um die richtige Matte zu finden, sollte man sich zuerst im Klaren darüber sein, wie man die Matte verwenden möchte. Je nach Einsatzbereich haben die Matten in Bezug auf Gewicht, Wärmeleistung, Packmaß, Empfindlichkeit und Komfort unterschiedliche Vor- bzw. Nachteile. Hier ist eine Auflistung von Aktivitäten und die entsprechende Empfehlung von Mattenarten, beziehungsweise von Tipps, worauf man besonders achten sollte:

 

 

 

 

 

Die richtige Mattengröße

Grundsätzlich ist bei der Wahl der Mattengröße in erster Linie der eigene Körper maßgebend. Man sollte angenehm auf der Matte liegen können. Für besonders große Menschen gibt es auch extra längere Mattenversionen (meist als "Large" gekennzeichnet). Auch gibt es breiter geschnittene Matten für mehr Komfort. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass man sich in einem Schlafsack generell weniger bewegt als im eigenen Bett. Da Arme und Beine im Schlafsack bereits zu einem gewissen Grad eingeschränkt sind, muss auch die Matte nicht unbedingt viel größer sein als man selbst. Dies ist vor allem immer dann gut zu wissen, wenn man eine besonders leichte und klein verpackte Matte sucht.

Möchte man mehr Komfort und muss nicht aufs Gewicht achten sind Matten mit rechteckiger Form und geraden Kanten praktisch, da diese besser nebeneinander passen und man darauf angenehmer schläft. Diese sind jedoch nicht für jedes Zelt passend. Das ist der nächste Punkt, der bei der richtigen Mattengröße eine wichtige Rolle spielt: die größe des Zelts. Am Besten man nimmt sich dafür immer die Skizze des Zelts zur Hand und rechnet sich aus, welche Matten problemlos passen.

Gerade leichte Trekkingzelte sind oftmals am Fußende schmaler geschnitten, beziehungsweise generell weit enger als große Campingzelte. Deshalb sind viele Leichtmatten auch am Fußende enger werdend geschnitten. Dies spart zum einen Gewicht und ermöglicht zum anderen eben eine bessere Anpassung an das Innenzelt.

Für Kuschelfreunde oder Querschläfer gibt es auch extra breite Doppelmatten, auf denen man ohne Zwischenspalt zu zweit schlafen kann. Dies kann oft auch die bessere Alternative zu zwei extra Matten sein, wenn diese zusammen zu breit für das Zelt wären.

 

 

Zubehör

Überzug

Unsere Überzüge sind speziell zugeschnitten und mit einem Kordelzug versehen, so dass sie perfekt auf verschiedene Matten passen. Sie sind vor allem für heiße Nächte geeignet, da sie die Körperfeuchtigkeit aufnehmen und durch eine textile, weiche Oberfläche den Komfort stark erhöhen. Zudem bleibt die Matte immer sauber!


Pumpen

Für Luftbetten braucht man eine Pumpe, da sie so viel Volumen haben, dass dies mit Puste allein nicht mehr funktionieren würde. Es gibt verschiedene Pumpen, die auch alternativ, zum Beispiel als Staubsauger, einsetzbar sind.


Alternative Pumpen

Luftmatten werden in den meisten Fällen bis zum gewünschten Härtegrad mit dem Mund aufgeblasen. Dabei kann Feuchtigkeit in das Innere der Matte kommen, was vor allem im Winter nicht gut für das Material ist. Um dies zu verhindern kann man mit den vielseitigen Pumpsäcken oder Pölstern die Matten einfach aufpumpen. Das Praktische an Pumpsäcke ist, dass sie auch gleichzeitig als Packsack bzw. Drybag verwendbar und äußert leicht und platzsparend sind. Auch der Polster hat nicht nur die Funktion die Matte aufzupumpen, sondern ist auch äußerst bequem zum Schlafen geeignet.


Koppelset

Für Kuschelfreudige, die aber zeitweise auch Einzelmatten benötigen gibt es sogenannte „Kuppelsets“. Dies sind spezielle Spannriemen, die zwei Matten miteinander verbinden, sodass diese während dem Schlafen nicht auseinanderrutschen.


Reparaturset

Spitze Gegenstände, grober Untergrund oder Funken können auch die hochwertigsten Matten einmal verletzen. Mit einem Reparaturset ist es ein Kinderspiel sie wieder zu flicken: Einfach die aufgeblasene Matte in die Badewanne oder einen Kübel drücken. Dort wo man Bläschen aufsteigen ist die undichte Stelle. Am besten ist es, wenn man sich diese markiert. Auf die trockene Oberfläche wird dann ein Reparaturflicken geklebt und schon ist die Matte wieder funktionstauglich. Das Packmaß von Reparatursets ist nicht besonders groß, weshalb es sich empfiehlt immer eines dabei zu haben!

 

 

Mattenpflege und Lagerung

Vor allem selbstaufblasende Matten sind in der Lagerung empfindlich. Es ist wichtig die Matte immer trocken, sowie ausgerollt, mit offenem Ventil zu lagern und keine schweren Gegenstände darauf zu platzieren, damit der Schaumstoff seine Eigenschaft sich aufzublasen beibehält.

Luftgefüllte Matten oder einfache Schaumstoffmatten können auch in zusammengerolltem Zustand gelagert werden. Hier ist es nur wichtig, dass man sie nach der Verwendung auf Feuchtigkeit kontrolliert und gegeben falls abtrocknet – nicht aber in der prallen, heißen Sonne trocknen lässt. Dies gilt natürlich generell für alle Matten. Grundsätzlich sind alle Matten trocken bei Zimmertemperatur zu lagern.

Reinigung

Selbstaufblasende Matten sind etwas empfindlicher. Hier sollte man nur eine sehr weiche Bürste oder ein Tuch verwenden und keine aggressiven Reinigungsmittel benutzen. Für alle Matten gilt sie wieder sie gründlich trocknen zu lassen, bevor man sie einlagert. Keinenfalls sollten sie über einen längeren Zeitraum in der prallen Sonne liegen gelassen werden. Generell kann man bei Matten Überzüge oder normale Leintücher verwenden, um die Oberfläche zu schonen.